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Foto © Clementine Pohl

A durational CLAP

by OBJECTIVE SPECTACLE

10/06/2017 | @ Kunstkraftwerk

A Durational CLAP extracts applause from its social context and creates a living scultpure in the gallery space. A durational performance – 6 hours of solo-clapping – exposed on a socle. A ready-made of the social gesture of affirmation and validation. OBJECTIVE SPECTACLE creates a time- and sound-sculpture of applause in two seperated rooms. While affirmation in the form of clapping as a physical action is step by step exhausting itself in the first room, the second accumulates and plays back the recorded noise of applause as an acoustic trace of physical limitation to the visitor. How can one grasp the performativepotential of the act of validation itself? How is the perception of the spectator changed, when the activity of reception becomes an object of art and an artwork at the same time?

credits, vitae
OBJECTIVE SPECTACLE : Concept
Performance : Christoph Wirth
Installation : Clementine Pohl

Vorstellung des Labels und grundsätzliche ästhetische Ausrichtung

Vereinnahmungsapparat, Brennlinse, Verstärker : OBJECTIVE SPECTACLE ist Arbeitshypothese, Produktionscluster und Maschine, die zu wechselseitigen Kollaborationen anstiftet. Das Berliner Performance-Label um Archtitektin und Bühnenbildernin Clementine Pohl und Regisseur, Musiker und Dramaturg Christoph Wirth erarbeitet seit 2015 interdisziplinäre Formate, die zwischen Environment, Performance, Installation und Happening changieren. In wechselnden Kollaborationen untersucht OBJECTIVE SPECTACLE Funktionsmechanismen des Spektakulären einerseits und den performativen Charakter realer, sozialer wie politischer Spektakel andererseits. Dabei wenden sie Methoden aus

Bildender Kunst, Architektur, Musik und Wissenschaft auf den Performance Space an und umgekehrt. Die Blackbox des Bühnenraumes, und die Struktur der Guckkastenbühne dienen dabei als Brennglas, als buchstäbliches Objektiv: Scheinbar determinierte soziale Verhältnisse und Wahrnehmungskonventionen werden nach ihrer möglichen Öfnung und einer möglichen Re-Organisation befragt.

Christoph Wirth, geb 1985 in Saarbrücken arbeitet als Dramaturg, Regisseur und Musiker und lebt in Berlin. Während des Studiums der Theaterwissenschaft und Philosophie in Mainz und Leipzig, war er Assistent für René Pollesch und Laurent Chétouane an den Münchner Kammerspielen, Sophiensaele, Berlin und Nationaltheater Weimar. Seit 2008 arbeitet er als freier Produktionsdramaturg, Regisseur und Musiker in unterschiedlichen künstlerischen Kollaborationen und Kontexten u.a. für Laurent Chétouane, Internil (Berlin/Leipzig), L ́OUTIL (Dijon), INSTITUTET(Malmö/Berlin) und von 2008- 2013 als freier Produktionsdramaturg und künstlerischer Mitarbeiter an der Skala des Centraltheaters Leipzig. Seit 2010 entwickelt er in unterschiedlichen Kontexten interdisziplinäre Performanceprojekte an den Grenzen zwischen körperbasierter Performance, Installation, Happening und Musik. In seinen Arbeiten kombiniert er kontextuelle und relationelle Aspekte künstlerischer Arbeit mit medialen und szenischen Inszenierungen. Seine performativen und musikalischen Arbeiten wurden international präsentiert unter anderem beim Radikal Jung Festival München 2010, Schlosstheater Schönbrunn (Schauspielschultrefen 2012) , Festival d ́Actoral Marseille 2013, Inkonst Malmö, Südpol Luzern, Teater Avantgarden Trontheim (Bastard Festival 2013), Teater Nordkraft Aalborg (Nordic Performing Art Days 2014), CDN Théâtre de Bourgogne Dijon (Théatre en Mai 2014), Theaterdiscounter Berlin, Roxy Theater Birsfelden (Treibstof Theatertage 2015), Arsenic Lausanne (Les Urbaines 2015), Damansara Theater Kuala Lumpur, Sophiensäle Berlin und Ballhaus Ost Berlin. 2015 gründete er zusammen mit Clementine Pohl das Performance – Label OBJECTIVE SPECTACLE, dessen erste Arbeit CLAP. Den 2. Preis des Premio Nachwuchspreis für Tanz und Theater 2015 (CH) erhielt.

Web: christophwirth.tumblr.com

Carla Clementine Pohl (b. 1979, Berlin, DDR) Bühnen-/ Licht- und Kostümbildnerin. 2008 Dipl.Ing. Architektur (TU-Berlin). 2009 – 2011 Ausstattungsassistenz am Centraltheater Leipzig, 2010 Debüt für die UA von „Im Pelz“ (Katharina Schmitt / Johannes Schmit). 2010 Einheitsbühne für das Monologfestival „Einzelkämfer“ Theaterdiscounter Berlin. Bühne „Pension Schöller“ (Regie Sebastian Hartmann), Bühne „The Invisible Empire“ (Regie Johannes Schmit), Ausstattung „ Centraltourist“ (Regie Pernille Skaansar), Bühne/Kostüme „Versilberte Rebellen“ mit Steve Binetti am Centraltheater Leipzig, 2011/12 Bühne/Kostüme für WOMAN (UA Ballhaus Ost Berlin 2011, 2012 INKONST Malmö, Bastard Trondheim), für „Phädra“ am Schauspielhaus Graz (Regie Johannes Schmit)

web: www.clementine-pohl.de

xavier lopez, geboren 1980 in Perpignan, Frankreich lebt und arbeitet als Musiker in Berlin. Er komponiert und performt im Bereich Improvisation und elektroakustische Musik mit Laptop und Synthesizer. Ausgebildet als klassischer Pianist ist sein Ansatz in elektronische Musik autodidaktisch und inspiriert von verschiedenen Ästhetiken und anderen Einfüssen (Wahrnehmung, Überleben, Theorie). Er arbeitet vor allem in Kollaborationen mit anderen Musikern und Künstlern und seine Arbeiten wurden in Europa, USA, Mexiko und Russland gezeigt.
web: http://rhythmisinfnite.blogspot.de